„Meine Zeit als Trainer ist vorbei“: Boris Becker erklärt, warum er den Tenniszirkus verlässt
Boris Becker verabschiedet sich endgültig von der Vorstellung, als Tennistrainer zurückzukehren. Doch was bedeutet diese Entscheidung für den deutschen Sport und was macht der sechsmalige Grand Slam-Sieger heute?
Kaum ein Name ist im deutschen Tennis so bekannt wie Boris Becker. Der 58-Jährige, berühmt als „sechsmalige Grand-Slam-Sieger“, hat am Rande der Laureus World Sports Awards in Madrid klargemacht, dass er keinem Vollzeit-Trainerjob mehr nachgehen wird. Schon seit einiger Zeit spekulierten Fans und Medien, ob Becker nochmal in den „Trainer-Zirkus“ einsteigen könnte – doch jetzt schafft er Klarheit.
„Ich habe eine wundervolle Zeit gehabt, aber meine Zeit als Trainer ist vorbei.“
Nach seiner aktiven Karriere trainierte Becker bekannte Spieler wie Novak Djokovic und Holger Rune. Zudem war er als „Head of Men’s Tennis“ für den Deutschen Tennis Bund tätig – nicht unwichtig, betrachtet man seine Prägung für das Herrentennis in Deutschland. Sein Name war zuletzt auch mit Gerüchten über eine mögliche Zusammenarbeit mit Alexander Zverev verbunden, wozu es aber nie gekommen ist.
Die Medienlandschaft sowie die Fans zeigten sich in den letzten Jahren immer wieder neugierig, ob der Tennisstar nicht doch wieder Lust auf die Trainerbank hätte. Der Wunsch, einen Ratgeber und ehemaligen Topspieler an der Seite der neuen Generation zu wissen, war spürbar. Doch genau hier hat Becker, mittlerweile Familienvater mit „Familienzuwachs“, eindeutige Prioritäten gesetzt. Die Zeit, ununterbrochen als Coach um die Welt zu reisen und ständig an die Seite eines Spielers gebunden zu sein, sieht er für sich als vorbei an. Das Thema lässt ihn aber nicht ganz los; er selbst bringt es auf den Punkt:
„Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich in den Trainer-Zirkus zurückkehren möchte, habe aber abgelehnt.“
Warum Becker die Trainerrolle ad acta legt
Die berühmte Frage nach einem Comeback im sogenannten "Trainer-Zirkus" wurde Becker immer wieder gestellt. Seine Antwort lautet nun endgültig nein.
„Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich in den Trainer-Zirkus zurückkehren möchte, habe aber abgelehnt.“
Gründe für seine Entscheidung liefert er gleich mit: Nicht nur, dass er aktuell „viel mehr im Medienbereich“ arbeitet, auch privat gibt es Veränderungen.
„Ich habe Familienzuwachs bekommen, das alles nimmt viel Zeit in Anspruch und ich habe einfach andere berufliche Ideen für mein Leben.“
So ist sein neuer Berufsalltag nach eigenen Angaben stark vom Mediengeschäft geprägt, was einen Vollzeit-Trainerposten schlicht unmöglich machen würde:
„Ich habe andere berufliche Ziele, ich arbeite viel mehr im Medienbereich. Das könnte ich nicht tun, wenn ich wieder als Coach in Vollzeit arbeiten würde.“
Die Entscheidung fällt nicht nur aufgrund der beruflichen Veränderungen, sondern vor allem wegen der neuen privaten Verpflichtungen. Die Geburt eines weiteren Familienmitglieds, wie er es kurz und knapp beschreibt, nimmt viel Raum in Anspruch. Trotz allem bleibt seine Begeisterung für den Sport spürbar. Bei den French Open, die zwischen dem 24. Mai und 7. Juni 2026 stattfinden, ist Becker als TV-Experte angekündigt, wodurch er dem Tennispublikum weiterhin erhalten bleibt.
Ratgeber im Hintergrund: Beckers neue Rolle und die Reaktionen der Tenniswelt
Ganz vom Tennis verabschiedet sich Becker jedoch nicht. Wenn es nach ihm geht, bleibt er weiterhin ein Ansprechpartner für die Profis – aber eben nur am Telefon oder hinter den Kulissen.
„Ich habe immer gesagt, dass ich offen für Telefonanrufe bin, wenn mich jemand von den Jungs anrufen will – und vielleicht haben sie das getan.“
Becker betont jedoch, dass diese Beratung diskret abläuft:
„Ich teile ihnen immer meine Sichtweise mit. Aber: ohne, dass A jemand davon weiß. Und B, dass ich auf den Trainingsplatz zurückkehre.“
Und so ist der Austausch mit den aktuellen Spielern eher ein Fenster in die neue Generation, nicht jedoch ein offizielles Engagement. Berühmt wurde seine Zeit als Chefcoach von Stars wie Novak Djokovic oder Holger Rune – und auch die Phase beim Deutschen Tennis Bund ist unvergessen. Trotz aller Gerüchte kam es nie zur Zusammenarbeit mit Alexander Zverev. Heute weiß Becker, dass seine Erfahrungen gefragt sind, nur nicht mehr in der Rolle des ständigen Begleiters. Rund um die diesjährigen Laureus World Sports Awards – bei denen Carlos Alcaraz, Jannik Sinner und Aryna Sabalenka für die Auszeichnung "Sportler des Jahres" nominiert sind – spürt man, wie sehr in der Tenniswelt neue Wege beschritten werden. Beckers Einfluss bleibt, doch nun meist unsichtbar.
Ob Spieler wie Zverev tatsächlich heimlich mit Becker telefonieren? Die Antwort darauf bleibt offen. Eines ist jedoch klar: Seine Meinung ist respektiert, auch wenn das Rampenlicht anderen gehört. Mit dem Rückzug von der Trainerbank setzt er ein Zeichen – für neue Freiheiten, für Familie und für den Spaß an neuen Rollen, ohne komplett aus dem Blickfeld zu verschwinden. Im Tennis wird sein Name wohl noch lange mitklingen, vielleicht nicht mehr laut, aber immer mit einem Hauch von Expertise, auf den die Profis hinter den Kulissen zählen können.
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Verwendete Quelle:
Tennis: Boris Becker erklärt seine Trainerkarriere für beendet