„Das Protokoll der Schande“ von Donald Trump auf Truth Social

„Das Protokoll der Schande“ von Donald Trump auf Truth Social
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„Das Protokoll der Schande“ von Donald Trump auf Truth Social

Auf Truth Social sorgt Donald Trump mit einer Kette aus Drohungen und widersprüchlichen Aussagen für Unsicherheit im Iran-Konflikt. Zwischen Eskalation und Rückziehern scheint ihm jeglicher Plan zu fehlen.

Die letzten Wochen machen sichtbar, wie erratischDonald Trump mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran umgeht. Statt klaren Kurs zu fahren, häufen sich widersprüchliche Botschaften – gesammelt in einem „Protokoll der Schande“, das internationale Beobachter und Verbündete ratlos zurücklässt. Von Triumph, über Bitten um Hilfe bis zu massiven Drohungen schwanken seine Statements und werfen Fragen nach der Strategie der USA auf.

Zwischen Sieg, Drohung und Bitte: Trumps öffentliche Aussagen

Die Chronologie seiner Aussagen zeigt ein ständiges Hin und Her. Am 3. März 2026 verkündet er:

„Wir haben den Krieg gewonnen.“

Schon vier Tage später:

„Wir haben den Iran besiegt.“

Doch am 9. März fordert Trump erneut:

„Wir müssen den Iran angreifen.“

Im selben Atemzug betont er:

„Der Krieg endet fast vollständig und auf sehr schöne Weise.“

Immer wieder kehrt er zu beinahe gegensätzlichen Punkten zurück: Am 12. März meint er etwa:

„Wir haben gewonnen, aber wir haben noch nicht vollständig gewonnen.“

Am 14. März folgt der Appell:

„Bitte helft uns.“

Bereits am 15. März warnt er jedoch:

„Wenn ihr uns nicht helft, werde ich mir das mit Sicherheit merken.“

Einen Tag später behauptet er:

„Eigentlich brauchen wir überhaupt keine Hilfe bei“, gefolgt vom Eingeständnis: „Ich habe nur getestet, wer mir zuhört.“

Dann:

„Wenn die NATO nicht hilft, werden sie etwas sehr Schlimmes erleben.“

Am 17. März geht es schärfer zur Sache:

„Wir brauchen weder die Hilfe der NATO noch wollen wir sie.“ und „Ich brauche keine Zustimmung des Kongresses, um aus der NATO auszutreten.“

Ultimatum, Gespräch – und wieder Eskalation

Auch bei der Straße von Hormus liefert Trump ein Wechselbad der Stimmungen:

„Unsere Verbündeten müssen bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zusammenarbeiten.“

Am 19. März dann:

„Die US-Verbündeten müssen sich zusammenreißen – sie sollen helfen, die Straße von Hormus zu öffnen.“ Am 20. März folgt: „Die NATO sind Feiglinge.“ und unmittelbar daran: „Die Straße von Hormus muss von den Ländern geschützt werden, die sie nutzen. Wir nutzen sie nicht, wir müssen sie nicht öffnen.“

Am 22. März eskaliert er:

„Das ist das letzte Mal. Ich gebe dem Iran 48 Stunden. Öffnet die Meerenge.“ und „Iran ist erledigt.“

Doch schon am 23. März heißt es:

„Wir hatten sehr gute und produktive Gespräche mit dem Iran.“

Am 24. März:

„Wir machen Fortschritte.“

Neue Drohungen folgen:

„Schließt einen Deal, oder wir werden sie einfach weiter bombardieren.“

Am 30. März schließlich:

„Öffnet die Straße von Hormus sofort, oder ihr müsst mit verheerenden Konsequenzen rechnen.“

Am 5. April verschärft er den Ton weiter:

„Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – WARTET NUR AB! Gepriesen sei Allah.“

Zuletzt steigert sich die Dramatik:

„Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen Nacht sein.“ und: „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und nie wieder zurückkehren.“

Solche Aussagen markieren eine neue Stufe der Eskalation.

Unberechenbarkeit als Risiko für internationale Politik

Diese Wendehaftigkeit und das Wechselspiel aus Bitten, Aggression und fast apokalyptischen Drohungen haben Folgen für das internationale Vertrauen und die Stabilität von Allianzen. Medien wie news.de warnen vor einer Normalisierung extremer Rhetorik: Sätze wie „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“ setzen neue Maßstäbe für die politische Kommunikation. Laut dem Artikel ist diese Unberechenbarkeit von Donald Trump„das größte Risiko“ im aktuellen Konflikt – sie erschüttert nicht nur die Glaubwürdigkeit der USA, sondern bedroht bestehende Bindungen im westlichen Bündnissystem.

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Verwendete Quelle:

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