„Der Sieg wird immer unser sein“ – Putins Kampfansage nach Trumps Waffenruhe
Kaum erklärt Donald Trump einen dreitägigen Waffenstillstand im Ukrainekrieg, stellt Putin auf dem Roten Platz unmissverständlich klar, dass Moskau nicht an eine weitere Ausweitung denkt. Wie ernst sind die Friedenshoffnungen aus Washington wirklich?
Der Krieg in der Ukraine dauert mittlerweile seit vier Jahren an. Am Abend des 8. Mai 2026 kündigte Donald Trump auf Truth Social überraschend an, dass es zu einer Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine komme – und das zum traditionellen Tag des Sieges, an dem in Moskau an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert wird. Laut Trump beinhaltet diese Feuerpause eine „Aussetzung aller kinetischen Aktivitäten“ sowie den Austausch von „jeweils 1.000 Gefangenen“ beider Seiten. Trump betonte in seiner Mitteilung:
„Diese Anfrage wurde direkt von mir gestellt, und ich schätze die Zustimmung von Präsident Wladimir Putin und Präsident Wolodymyr Selenskyj sehr.“
Hoffnung, dass das der Anfang vom Ende eines „sehr langen, tödlichen und hart umkämpften Krieges“ sein könnte, lag in der Luft. Trump bekräftigte: Die Verhandlungen gingen weiter, man sei „jeden Tag näher“ an einer Lösung.
Putins Siegesparole – Keine Spur von Kompromiss in Sicht
Wenige Stunden nach Trumps optimistischer Ansprache setzte Wladimir Putin auf dem Roten Platz ein völlig anderes Zeichen. Während der Parade zum Jahrestag des Sieges über das NS-Regime, bei der an die mehr als 27 Millionen im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sowjetbürger erinnert wurde, entfachte der Kremlchef martialische Siegesrhetorik. Vor Soldaten und Veteranen sagte Putin:
„Der Sieg war immer und wird immer unser sein.“
Direkt bezog er die Kämpfer der heutigen „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine ein:
„Die große Heldentat der Siegergeneration inspiriert die Soldaten der militärischen Spezialoperation.“
Seine Botschaft blieb eindeutig kämpferisch:
„Der Sieg in der militärischen Spezialoperation wird sowohl auf dem Schlachtfeld als auch in der Heimat geschmiedet. Unsere Sache ist gerecht.“
Moskau bleibt hart: „Keine Pläne“ für längere Waffenruhe
Wer darauf gehofft hatte, dass sich Moskau durch Trumps diplomatische Allüren zu umfassenderen Friedensschritten bewegen lässt, sah sich schnell enttäuscht. Laut Kreml gibt es „keine Pläne“, die Waffenruhe über die vereinbarten drei Tage hinaus zu verlängern – diese Linie machte die russische Führung am 9. Mai ebenfalls öffentlich. Der Ton im Machtzentrum Moskaus bleibt also entschlossen: Während der US-Präsident von einer greifbaren Annäherung spricht, setzt Putin weiter auf Selbstbehauptung – und das vor dem Hintergrund eines Krieges, der bereits vier Jahre andauert und mit unzähligen Opfern und Verschiebungen politischer Macht weltweit verbunden ist.
Tag der Erinnerung – und geopolitische Fronten
Auch der Zeitpunkt dieser Rhetorik ist kein Zufall: Die Gedenkfeiern am 9. Mai auf dem Roten Platz sind in Russland stark aufgeladen. Sie erinnern an den gewaltigen Blutzoll des Landes während des Zweiten Weltkriegs und dienen als Bühne für putinsche Machtgesten. In diesem Jahr wurde die Parade bewusst zur Bühne innen- und außenpolitischer Botschaften gemacht – Kompromisslosigkeit in der Ukraine, Selbstbehauptung nach außen und patriotischer Schulterschluss nach innen. Für viele Beobachter, darunter auch internationale Medien wie der Daily Express, steht fest: Die Aussichten auf einen schnellen Frieden in der Ukraine sind trotz Trumps Bemühungen weiterhin denkbar trübe.
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"Der Sieg wird immer unser sein!": Wladimir Putin kontert Donald Trump mit klarer Kampfansage