„Es fühle sich großartig an“: Sinner nach Triumph in Monte-Carlo zurück an der Spitze © @ janniksin
Veröffentlicht am 13/04/2026 um 12:35 von der Redaktion

„Es fühle sich großartig an“: Sinner nach Triumph in Monte-Carlo zurück an der Spitze

Jannik Sinner ist der Mann der Stunde im Tennis – und das mit einem historischen Erfolg. In Monte-Carlo holte er sich nicht nur einen seltenen Masters-Titel, sondern auch den Thron im Welttennis zurück.

Roter Sand, große Emotionen und der vielleicht spannendste Zweikampf der aktuellen Tennis-Szene. Wer am Wochenende auf das Finale von Monte-Carlo schaute, sah Jannik Sinner wie entfesselt: Der Italiener besiegte seinen Dauerrivalen Carlos Alcaraz mit 7:6 (7:5), 6:3 und setzte damit ein dickes Ausrufezeichen in der Tour-Saison. Für Sinner war’s viel mehr als nur ein Turniersieg.

„Es fühle sich großartig an. Das bedeutet mir sehr viel.“

Gerade auf Sand, seiner Wahlheimat Monaco, gelang dem 24-Jährigen so das Kunststück, gleich den vierten Masters-1000-Titel in Serie einzutüten – nach Paris, Indian Wells und Miami.

„Ich kam her und wollte so viele Matches wie möglich bestreiten, um für die Grand Slams gerüstet zu sein. Ich musste zu Wochenbeginn erstmal herausfinden, wie man auf dem Sand wieder zurechtkommt. Nun habe ich hier gewonnen, was mir sehr viel bedeutet. Ich wohne hier, kann zu Hause schlafen“, schwärmte Sinner im Sieger-Interview, sichtlich bewegt.

Historische Serie: Sinner nun auf Djokovic- und Nadal-Niveau

Mit seinem jüngsten Triumph tritt Sinner in einen kleinen, sehr elitären Kreis: Erst als dritter Mann nach Rafael Nadal und Novak Djokovic hat er vier Masters-1000-Titel in Folge gewonnen. Begonnen hatte diese unglaubliche Serie Anfang November 2025 in Paris, es folgte das berühmte „Sunshine Double“ mit Indian Wells und Miami – und jetzt der erste große Sandplatz-Erfolg in Monaco. Die aktuelle Nummer 1 der Welt strotzt vor Selbstvertrauen, auch weil er im Halbfinale stets den Deutschen Alexander Zverev bezwingen konnte.

Giganten-Duell & Wind: Das Finale mit besonderer Würze

Es ist bereits das 17. Aufeinandertreffen zwischen Sinner und Alcaraz, und zum siebten Mal ging der Italiener als Sieger vom Platz. Das Finale im ehrwürdigen Court Rainier III wurde allerdings auch zum Nervenkrieg:

„Wir haben beide auf höchstem Niveau gespielt“, lobte Sinner seinen Gegner.

Mit 2:15 Stunden war das Match ein echtes Marathon-Duell – insbesondere der erste Satz zog sich über 75 Minuten hin, ehe Sinner im Tiebreak mit den besseren Nerven überzeugte. Besonders tricky: ein böiger Wind, der laut Ex-Profi Andrea Petković sogar die Weltstars aus dem Konzept bringen durfte.

„Ich erlaube keine Ausreden bei Tennisspielern, heute erlaube ich die Wind-Ausrede.“

Herzschlagfinale auch im Doppel – und deutsche Tennisgeschichte

Während der Fokus auf dem Einzel lag, gab’s auch im Doppel ein kleines Märchen. Kevin Krawietz und Tim Pütz holten nach einem knappen 4:6, 6:2 und 10:8 im Match-Tiebreak gegen Marcelo Arévalo und Mate Pavić den Titel für Deutschland. Für Krawietz (34) und Pütz (38) war’s der zweite gemeinsame Masters-1000-Triumph – und das erste Mal seit 1992, dass ein deutsches Duo in Monte-Carlo gewinnen konnte.

„Das ist eine großartige Woche und ein toller Start in die Sandplatzsaison für uns, die in der Vergangenheit nicht so erfolgreich verlaufen ist, wie wir es uns gewünscht hätten“, jubelte Tim Pütz.

Sinner vs. Alcaraz: Wie lange hält dieses Kopf-an-Kopf-Rennen noch?

Sinner steht aktuell ganz oben – aber Carlos Alcaraz bleibt als neue Nummer 2 nah dran und schickt seinem Rivalen direkt Respekt:

„Es ist beeindruckend, was du spielst. Du bist der zweite, der das Sunshine-Doppel und hier in Serie gewinnt. Ich bin glücklich, dass du den Titel vor den Augen deiner Familie gewinnen konntest.“

Auch Sinner gab das Lob zurück:

„Du tust Jahr für Jahr unfassbare Dinge. Du bringst mich immer ans Limit.“

Die Tennisfans dürfen sich jetzt schon auf das nächste brisante Duell bei den French Open freuen – alle Zeichen stehen auf ein weiteres Finale zwischen diesen beiden Ausnahmekönnern.

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Verwendete Quelle:

Giganten-Finale in Monte Carlo: Sinner wieder die Nummer 1 der Welt