Aktivrente: Wer profitiert wirklich von den 2.000 Euro steuerfrei im Alter?

Aktivrente: Wer profitiert wirklich von den 2.000 Euro steuerfrei im Alter?
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Aktivrente: Wer profitiert wirklich von den 2.000 Euro steuerfrei im Alter?

Die Aktivrente ermöglicht Rentnern mit sozialversicherungspflichtigem Job bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei dazuverdienen, während Selbstständige benachteiligt bleiben.

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Seit Kurzem gibt es in Deutschland mit der Aktivrente eine neue Regelung, die für viele Rentner verlockend klingt. Doch nicht alle profitieren gleichermaßen davon. Was steckt hinter der Steuerfreiheit und warum schauen viele ehemalige Selbstständige in die Röhre?

Die Aktivrente: Bis zu 2.000 Euro mehr im Monat steuerfrei – für wen gilt das?

Die Aktivrente wurde eingeführt, um mehr Seniorinnen und Senioren zu motivieren, auch nach Renteneintritt beruflich aktiv zu bleiben. Wer als gewöhnlicher Arbeitnehmer nach dem Rentenstart noch weiterarbeitet – also mit einem sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnis – kann monatlich bis zu 2.000 Euro brutto steuerfrei hinzuverdienen. Dieses neue Gesetz gilt laut Experten von rentenbescheid24.de seit dem 1. Januar. Rentner mit Minijob oder Teilzeitvertrag profitieren davon, ohne dass das Einkommen die Steuerlast erhöht.

Selbstständige und Freiberufler – die Verlierer der neuen Regel

Aber nicht alle, die auch nach der Rente noch arbeiten, können sich über den steuerfreien Bonus freuen. Freiberufler und Selbstständige, wie etwa Berater oder Lehrkräfte, die auf Honorarbasis weiterarbeiten, sind komplett von der Regelung ausgenommen.

"Alle zusätzlichen Einkünfte müssen sie voll versteuern und in der Steuererklärung angeben", erklären Experten des Portals ihre-vorsorge.de.

Ein praktisches Beispiel: Eine pensionierte Lehrerin, die gelegentlich Integrationskurse auf Honorarbasis gibt, muss wirklich jeden verdienten Euro versteuern. Währenddessen kann ein anderer Rentner mit festem Job nebenbei bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei behalten. Bei MDR.de ist die Ungleichbehandlung ein großes Thema, denn:

"für diese Rentnerinnen und Rentner lohnt sich der Nebenjob deutlich weniger".

Planung ist alles: Was sollen Selbstständige jetzt tun?

Vor allem viele ehemalige Selbstständige trifft dieses Gesetz hart. Sie haben häufig ohnehin weniger in die öffentliche Rentenkasse eingezahlt und sind deshalb auf Nebeneinnahmen angewiesen, um ihren Ruhestand zu sichern. Die fehlende Steuerfreiheit für Nebeneinnahmen zwingt viele dazu, noch mehr zu arbeiten oder stärker auf eigene Ersparnisse und alternative Absicherungen zu setzen.

Die Experten von rentenbescheid24.de raten:

„Eine frühzeitige Planung ist entscheidend, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.“
  • Absicherung und Mischstrategie: Es lohnt sich, verschiedene Einkommensquellen wie Basisrente, private Vorsorgeverträge oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente zu prüfen.
  • Nur so können Selbstständige und Freiberufler sicherstellen, dass sie ihren Lebensstandard auch im Ruhestand aufrechterhalten können.

Wer sich bei der Vorsorge nicht gut aufstellt, gerät schnell unter Druck, zumal die steuerliche Benachteiligung der Selbstständigen in der Praxis viele trifft.

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Verwendete Quelle:

Aktivrente: 2.000 Euro steuerfrei – aber nicht für Selbstständige