„Privatarmee von König Trump“: Millionen protestieren in den USA und weltweit gegen Trump

„Privatarmee von König Trump“: Millionen protestieren in den USA und weltweit gegen Trump
© @potus
„Privatarmee von König Trump“: Millionen protestieren in den USA und weltweit gegen Trump

Am Samstag gab es spektakuläre Proteste in den Vereinigten Staaten: Unter dem Motto „No Kings“ gingen Millionen auf die Straße, um ein klares Zeichen gegen Donald Trump und seine Politik zu setzen. Auch in deutschen Städten wie München und Berlin machten Hunderte ihrem Unmut Luft.

20 spannende Fakten über Donald Trump

Der Protest-Samstag in den USA war laut, bunt und vor allem riesig. Von Küste zu Küste – und nach Schätzung der Organisatoren in allen 50 Bundesstaaten – zogen Millionen Menschen durch die Straßen. Ihr Ziel: Ein deutliches Signal gegen die Regierung von Donald Trump und dessen aktuelle politische Linie. In St. Paul, Minnesota, sammelte sich die zentrale Kundgebung, zu der sich eine „riesige Menge“ versammelte und die große Aufmerksamkeit auch international auf sich zog. Das alles stand unter dem Slogan „No Kings“, der unmissverständlich in Richtung des Präsidenten gezielt war: Niemand solle sich zum Alleinherrscher aufspielen.

Massenproteste und prominente Unterstützung: Wer steckt dahinter?

Laut den Organisatoren fanden am Samstag etwa 3 000 einzelne Protestkundgebungen statt; sie sprachen von „etwa neun Millionen“ Teilnehmenden. Medien in den USA berichteten am Abend von „schätzungsweise mehreren Millionen Teilnehmern“, während Beobachter der dpa allein in Washington D.C. in der ersten Stunde „geschätzt Zehntausende Demonstrierende“ beim Marsch über die Memorial Bridge Richtung Innenstadt zählten – auffällig viele davon ältere Menschen. Die Proteste wurden von verschiedensten zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte die Unterstützung durch bekannte Persönlichkeiten. Bruce Springsteen, der die Geschehnisse in dem Song „Streets of Minneapolis“ aufgriff, thematisierte dabei die „Privatarmee von König Trump“. Springsteen trat in St. Paul auf.

Von Minnesota bis Berlin: Internationales Echo und zentrale Kritikpunkte

Warum gingen so viele auf die Straße? Der Frust über Trumps Regierung ist vielschichtig: Die scharfe Migrationspolitik, harte Einsätze der Bundesbehörden – zuletzt starben in der Region Minnesota zwei amerikanische Staatsbürger durch Schüsse von Bundesbeamten –, aber auch Entscheidungen in der Außenpolitik und die steigenden Lebenshaltungskosten wurden lauthals kritisiert. Protestierende prangerten zudem eine zunehmende Einschränkung von Meinungsfreiheit, Bürgerrechten und Wahlrecht an. Die Organisatoren betonten, dass auch aus konservativen ländlichen Regionen und Vororten zahlreiche Teilnehmer gemeldet seien – nicht nur aus Hochburgen der Demokraten.

Die Empörung blieb nicht auf die USA beschränkt. Städte wie München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hamburg und Berlin zeigten sich solidarisch: In München kamen laut Polizei bis zu 600 Menschen auf dem Odeonsplatz zusammen, in Frankfurt zählte die dpa rund 120 Teilnehmende. Auch dort kritisierten Redner Trumps „Angriffe auf die Demokratie“ und forderten beispielsweise die Offenlegung der „Epstein-Akten“. In manchen Redebeiträgen wurde explizit gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE protestiert.

Offizielle Reaktionen und politische Konsequenzen

Die US-Regierung wies die Proteste scharf zurück. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sprach laut Medienberichten von einer Aktion eines „kleinen Kreises, der von linken Netzwerken gestützt“ werde, und bestritt breite Unterstützung innerhalb der Bevölkerung. Die Größe und Resonanz der Proteste widerlegt das allerdings mehr als deutlich. Vor allem die Aufmerksamkeit und Solidarität im Ausland machte klar: Das Unbehagen über Trumps Kurs ist längst nicht mehr nur ein amerikanisches Thema.

Auch Interessant:

„Wir werden uns niemals mit euch arrangieren“ Trumps Friedensplan sorgt für Spott im Iran

Donald Trump: Erst scherzte er über seine Gesundheit - "The Don" musste sich festhalten

„Ich glaube, ich könnte damit machen, was ich will“: Trumps Kuba-Ansage im Fokus

Verwendete Quelle:

Donald Trump News: "Faschisten im Weißen Haus" - Große US-Proteste gegen Trump