„Ich glaube, ich könnte damit machen, was ich will“: Trumps Kuba-Ansage im Fokus

„Ich glaube, ich könnte damit machen, was ich will“: Trumps Kuba-Ansage im Fokus
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„Ich glaube, ich könnte damit machen, was ich will“: Trumps Kuba-Ansage im Fokus

Donald Trump macht mit seinen Aussagen über Kuba erneut weltweit Schlagzeilen. Wie ernst sind seine Drohungen an das Inselparadies und was steckt dahinter?

20 spannende Fakten über Donald Trump

Die Worte von Donald Trump sorgen regelmäßig für diplomatische Turbulenzen. Am Montag erklärte der US-Präsident in einem Interview, dass er sich vorstellen könne, „die Ehre zu haben, das kommunistische Land zu übernehmen.“ Mit Blick auf die aktuelle Lage auf Kuba spricht Trump unverblümt über seinen Einfluss auf die Insel. Seit Monaten kämpft Kuba mit massiven Stromausfällen: Am 16. März fiel für die Menschen dort zum dritten Mal in wenigen Monaten die Energieversorgung landesweit aus. Die maroden Leitungen und die alternde Infrastruktur stehen symbolisch für die tiefe Krise, in der Kuba steckt.

Trumps Rhetorik und die Folgen für Kuba

Trump hat die Situation noch verschärft. Bereits im Januar hatte er Sanktionen gegen jedes Land angekündigt, das Öl nach Kuba liefert. Das setzt die Nachbarn der Karibikinsel gewaltig unter Druck. Gleichzeitig nutzte Trump die Gelegenheit für klare Worte:

„Ich glaube, ich könnte damit machen, was ich will.“

Für ihn ist Kuba aktuell:

„ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts.“

Die Führung in Havanna sieht dagegen vor allem den von den USA verschärften Energie- und Rohstoff-Embargo als Grund für die immer schlimmer werdende Versorgungslage.

Verhandlungen und die Zukunft: Díaz-Canels Rolle unter Beschuss

Miguel Díaz-Canel, der 65-jährige Staatschef der Insel, steht nun stärker denn je im Rampenlicht. Hintergrund: Laut New York Times arbeiten die USA an einem Szenario, in dem Díaz-Canel seinen Rücktritt erklären soll – ein Schritt, der auf amerikanischen Druck zustande kommen könnte. Aus Regierungskreisen in Washington und von einem mit den Gesprächen vertrauten Insider wird bestätigt, dass diese Idee tatsächlich diskutiert wird. Díaz-Canel selbst gab erstmals zu, dass es mit der US-Regierung Gespräche über Kubas Zukunft gebe. Doch über Sturheit kann man ihm kaum etwas vorwerfen: Die Führung betont, die Hauptschuld für die Schwierigkeiten trage die US-Blockade. Trump dagegen fordert neben politischen und wirtschaftlichen Reformen auch die Freilassung aller politischen Gefangenen als Bedingung zur Aufhebung der Sanktionen.

Wie ernst sind Trumps Drohungen wirklich?

Das Timing der Drohungen könnte kaum entscheidender sein: Mit „Kuba ist eine wunderschöne Insel“ lässt Trump durchblicken, dass es mehr als eine taktische Geste ist – ein Spiel mit der Öffentlichkeit, oder steckt doch Kalkül dahinter? Trumps Politik, die Rücktritte und Systemwechsel erzwingen soll, zieht international Aufmerksamkeit auf sich und erhöht den Druck auf die ohnehin geschwächte kubanische Führung. Für die Kubaner ist das tägliche Leben von Unsicherheit geprägt: kaum Strom, leere Kassen, politischer Stillstand. Aber wie schnell und wie radikal tatsächlich gehandelt wird, bleibt vorerst offen.

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Verwendete Quelle:

Trump droht Kuba: „Könnte damit machen, was ich will“