Trump will Venezuela zum „51. Bundesstaat“ machen © @potus
Veröffentlicht am 13/05/2026 um 11:55 von der Redaktion

Trump will Venezuela zum „51. Bundesstaat“ machen

Donald Trump sorgt mal wieder für Schlagzeilen und provokante Ansagen. Kann Venezuela wirklich Amerikas neuer Bundesstaat werden?

Kaum ein Tag ohne einen neuen Paukenschlag von Donald Trump. Diesmal hat der 79-jährige US-Präsident mit einem ganz besonderen Post auf seiner Plattform Truth Social für Furore gesorgt: Eine Landkarte von Venezuela, eingefärbt in den Farben der amerikanischen Flagge, trägt den Aufdruck „51. Bundesstaat“. Eine klare Botschaft – Trump spielt offen mit der Idee, Venezuela tatsächlich in die Familie der Vereinigten Staaten aufzunehmen. Diese Idee wirbelt nicht nur Staub in Washington auf, sondern sorgt vor allem in Caracas für Kopfschütteln. Hinter dieser Aktion steckt weit mehr als ein einfacher Tweet: Es ist eine Provokation mit tiefgreifenden politischen und diplomatischen Konsequenzen. Schließlich steht die Frage im Raum, wie weit Washington bereit ist zu gehen, um seinen Einfluss in Lateinamerika auszubauen.

Wunsch nach Expansion: Trumps alte Provokationen

Aus heiterem Himmel kommt dieser Vorstoß nicht. Schon früher liebäugelte Trump öffentlich mit neuen Territorien: Kanada war bei ihm mal als „51. Bundesstaat“ im Gespräch, auch das dänische Grönland hatte er für die USA beanspruchen wollen – zum Ärger der Regierung in Kopenhagen. All diese Pläne sorgten im Ausland für Empörung, aber offenbar hält das den ehemaligen US-Präsidenten nicht davon ab, weiter seiner expansiven Vorstellung zu folgen. Diesen Januar dann ein besonders einschneidendes Ereignis in Venezuela: Bei einer geheimen militärischen Operation der USA wurde Nicolás Maduro, der amtierende Präsident, festgenommen und in die Vereinigten Staaten überführt. Seitdem sitzt Maduro in New York in Untersuchungshaft, beschuldigt wegen mutmaßlicher Drogengeschäfte. Währenddessen hat Delcy Rodríguez die Führung als Übergangspräsidentin übernommen. Die Lage am Boden bleibt angespannt, im Sand zwischen den Interessen Washingtons und der venezolanischen Regierung.

Offizielle Reaktionen: Venezuela verteidigt seine Souveränität

Trumps Wortmeldung auf Truth Social – dieses knappe „51. Bundesstaat“ – war in Venezuela ein regelrechter Aufschrei. In einem Telefonat mit einem Reporter von Fox News betonte der Präsident am 11. Mai sogar, er denke „ernsthaft“ darüber nach, aus Venezuela das neueste Mitglied der USA zu machen. Interim-Präsidentin Delcy Rodríguez konterte umgehend: „Das ist nicht vorgesehen“, hielt sie fest. Für sie steht fest, das Land ist „keine Kolonie“ und wird seine „Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit“ vehement verteidigen. Trotzdem signalisierte sie gegenüber Washington Gesprächsbereitschaft und betonte, dass eine diplomatische Zusammenarbeit weiterhin bestehen soll. Gleichwohl, die Stimmung in Caracas ist angespannt – nur zu leichter Entspannung trug Trumps recht diplomatisch gemeintes Lob bei: „Delcy leistet großartige Arbeit.“ Das Spannungsfeld zwischen der provokativen Dreistigkeit aus Washington und dem entschiedenen Schutzanspruch Venezuelas macht die aktuelle Lage unvorhersehbar.

Trumps Geschäfte sorgen zusätzlich für Aufregung

Auch geschäftlich stehen Donald Trump und seine Familie aktuell stark im Fokus: Schon im letzten Sommer präsentierten seine Söhne Donald Trump Jr. und Eric Trump mit großem Tamtam das neue „Trump T1 Phone“. Die Resonanz war überwältigend: Rund 590.000 Menschen bestellten das Smartphone im Voraus und zahlten jeweils 100 Dollar. Unterm Strich brachte das rund 59 Millionen Dollar ein. Allerdings ist unklar, ob und wann die Geräte tatsächlich ausgeliefert werden. Medienberichten zufolge wurden die Verträge geändert, um die Lieferverpflichtung zu lockern, was Spekulationen über eine mögliche Nicht-Lieferung nährt. Dieses Kapitel stellt für die Trumps ein zusätzliches Risiko dar, das ihre Reputation und die öffentliche Aufmerksamkeit weiter belastet.

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Erneute Provokation - Trump will Venezuela zum „51. Bundesstaat“ machen